SG Muggensturm/Kuppenheim – TV Herbolzheim: 36:26 (17:13)

Die Abwehr ist die Basis

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg! Die SG Muggensturm/Kuppenheim schlug am Sonntagabend den TV Herbolzheim mit 36:26 (17:13) und bleibt damit in der Südbadenliga in der Spitzengruppe. „Mit 26 Gegentoren haben wir mehr zugelassen als bisher, dennoch bin ich sehr zufrieden mit der Abwehr vor Andre Treiber und Dominik Zaum“, bilanzierte SG-Coach Niki Wagner. Kollege Mirko Reith erkannte an: „Am Sieg gibt es nichts zu rütteln. Wir haben gesehen, dass wir mithalten können. In dieser Klasse gewinnt der mit der besseren Bank.“

Diese Szene symbolisierte die Anfangsphase bestens: Tor durch Florian Troxler nach gehaltenem Siebenmeter von Dominik Zaum, im Gegenzug nach flüssigem Positionsspiel das Tor durch den freistehenden Hofmann. 4:3 nach 5 Minuten – beide Mannschaften trafen wie am Fließband. Vor allen Hofmann hatte einen Sahnetag erwischt. Stark waren auf beiden Seiten auch die Kreisläufer, die immer wieder in Szene gesetzt wurden. Vor allem Mathias Herbst war torhungrig und konnte zehn Mal netzen. Dieser traf auch in der 14. Min zum 9:6. Die Fans erwarteten nach den letzten Spielen einen weiteren Ausbau der Führung. Doch bis zur 24. Min war der Aufsteiger mit 13:12 wieder dran. Jetzt wurde jedoch gewechselt und da hatte die SGMK einfach mehr Möglichkeiten parat. Der Vorsprung wuchs auf fünf Treffer an, davon drei blitzsaubere von Benny Hofmann. Herbolzheim konnte vor der Pause nur mit einem weiteren Rückraumtor durch den starken Marius Schmieder antworten.

Nach der Pause erneut der schnelle Schlagabtausch, jetzt war Andre Treiber immer häufiger an den Bällen dran und die SG baute in der Sporthalle am Cuppamare ihren Vorsprung kontinuierlich auf 24:17 in der 40. Min aus. Vor allem die erneut spektakulären Paraden von Andre Treiber und Dominik Zaum ließen die zahlreichen Fans staunen, allein vier der sechs Siebenmeter wurden pariert. „Es war erneut ein Fortschritt in unserem Spiel zu erkennen, da wir uns immer genügend Chancen sowohl vorne wie auch hinten herausgearbeitet haben“, meinte Niki Wagner. „Die Souveränität so früh in der Runde ist auch für mich überraschend“.

Nun hatte die SG ein Sieben-Tore-Polster erreicht und bewegte sich auf sicheren Pfaden durch die Kuppenheimer Sporthalle, wo man auf Grund des Umbaus in Muggensturm bis Ende 2020 mit Schwerpunkt spielen wird. „Als wir in der zweiten Halbzeit weggezogen waren, erlebte die Partie ihren Knackpunkt“, meinte Benny Hofmann. „Den Herbolzheimern fehlte dann auch die Durchschlagskraft in der Breite.“ Mirko Reith sah es ähnlich: „Obwohl wir zur Pause kein schlechtes Ergebnis hatten, ließen wir zu häufig die Köpfe hängen. Dort haben wir das Selbstvertrauen gelassen, es fehlte in der zweiten Hälfte einfach an Überzeugung.“

Nun erhielten auch Robin Welzer und Samuel Huber längere Einsatzzeiten. Johannes Milbich setzte den starken Herbst wiederholt in Szene. Mit dem 30:20 in der 48. Min war die letzte Hoffnung beim Gast erloschen. Alles war klar, nur nicht die Höhe des Sieges. Die SGMK prüfte zum Schluss zu häufig die Stabilität der Torpfosten, sonst hätte der Sieg noch höher ausfallen können. Die stehenden Ovationen hatte sich die Mannschaft redlich verdient. Die Anfangsserie von jetzt 4 Siegen– das war beeindruckend. Die Mannschaft sang mal wieder: „Euopapokal!“

Nächsten Samstag trifft dann die SG auf den verlustpunktfreien BWOL-Absteiger TuS Steißlingen als Tabellenführer in der Sporthalle am Cuppamare.

SGMK:
Samuel Josenhans 3, Mathias Herbst 10, Robin Ziegler, Jan Unser 1, Ricardo Hörth 1, Jascha Lehnkering 1, Fabian Grieb 4, Dominik Zaum, Benjamin Hofmann 7/2, Robin Welzer 1, Samuel Huber 3, Marvin Charles 5, André Treiber, Johannes Milbich

TV Herbolzheim:
Marius Schmieder 6, Nicolai Guth, Patrick Hoch 3, Frank Reymann 3, Luca Fees, Robin Schrodi 2, Adrian Ohnemus, Florian Troxler 2/1, Nils Kunzer, Dominik Klausmann, Timo Hoch 4, Florian Blättler 1, Benjamin Gremmelspacher 1, Sascha Ehrler 4/1

Schiedsrichter:
Armin Frei (TuS Ringsheim)
Wolfgang Kramer (Hedos Elgersweier)

Zuschauer: 200