SG Muggensturm/Kuppenheim – TuS Steißlingen 23:31 (12:14)

23:31 – Ernüchterung in der Sporthalle am Cuppamare

Die SG Muggensturm-Kuppenheim unterlag im Spitzenspiel dem BWOL Absteiger TuS Steißlingen mit 23:31 (12:14) und büßte damit die Tabellenspitze der Südbadenliga ein. „Am Ende fiel die Niederlage zu hoch aus“, meinte SG Coach Niki Wagner und ergänzte: „Wir haben es wohl nicht geschafft, die nötige Aggressivität und die richtigen Lösungen einzubringen.“

Um die Stimmung im Spitzenspiel zu verstärken waren Stühle auch in der Halle gestellt. Es sollte ein Handballfest werden, doch Mathias Herbst fehlte der SGMK im bisher so glänzend aufgelegten Abwehr Mittelblock. Benny Hofmann setzte im Angriff früh Zeichen, er traf 3-mal bis zur 12. Min beim Stand von 4:5. Die Gäste waren blendend auf die SGMK eingestellt und stellten mit einer körperlich hart agierenden 6:0 Abwehr vor, wie in der BW Oberliga gespielt wird. Der SGMK setzte im Rückraum zunächst auf die Formation, die in den letzten 4 Spielen Siege eingefahren hatte: Neben Hofmann, Grieb und Charles, am Kreis der erfahrene Lehnkering.

Dominik Zaum löste mit seinen 7m Paraden gegen Timo Ströhle Freude aus, leider kein Grund zum Jubeln, da dieser bis zur 21. Min bereits 6-mal getroffen hatte, es stand 6:11. Die SGMK ließ die gewohnte Durchschlagskraft im Angriff vermissen, eine Auszeit musste her. Das Team-Timeout konnte den Trend stoppen. Mit der Besetzung Milbich, Welzer, Charles holte die Heimmannschaft in den folgenden 9 Minuten bis zur Pause ein 5:3, mit 12:14 war noch nichts verloren. Die Dominanz der Steißlinger war scheinbar gebrochen. „Ich bin enttäuscht über die Anfangsphase der Partie“, wunderte sich Benny Hofmann. „Herbst hat uns in der Abwehr doch sehr gefehlt. Beim Abschluss-Training war die Mannschaft noch sehr konzentriert und fokussiert.“ „Insgesamt bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte TuS Trainer Jonathan Stich später. „Gegen Ende der ersten Hälfte unterliefen uns allerdings ein paar Fehler.“

Nach der Pause erzielte die SG noch zweimal den Anschlusstreffer durch Milbich und Hofmann (14:16 in der 33. Min). Doch dann wuchs der Rückstand kontinuierlich. Immer wieder schafften die Gäste vom Bodensee, die körperlich auf Südbadenliga-Niveau spielende SG zu überrennen. Die Chancenauswertung war deutlich besser und die Mannen um Benny Hofmann probierten es vorne zu oft mit Einzelaktionen, die nur selten zum Erfolg führten. Die Stimmung in der Halle bei den Fans blieb bis Ende des Spiels dennoch toll. Über 16:23 in der 46. Minute zum 18:26 in der 50 Minute war der Klassenunterschied deutlich zu sehen, die Entscheidung war gefallen. Die letzten 10 Minuten waren Schaulaufen, wobei sich Samuel Huber in den Reihen der SGMK mit 2 Toren und solider Abwehrleistung für weitere Aufgaben empfahl. Der aufbauende Applaus der Fans zum Spielende war nicht zu überhören.

Die Enttäuschung prägte die Gespräche nach dem Spiel. „Das müssen wir erst einmal verdauen – und das werden wir auch verdauen“, sagte Hallensprecher Michael Leger. Die SG bleibt im Spitzenbereich der Südbadenliga.

SGMK:
Dominik Zaum, André Treiber; Samuel Josenhans 1, Leon Gruttke, Robin Ziegler, Jan Unser, Ricardo Hörth 1, Jascha Lehnkering 2, Fabian Grieb 1, Benjamin Hofmann 9/5, Robin Welzer 1, Samuel Huber 2, Marvin Charles 4, Johannes Milbich 2

TuS Steißlingen:
Leon Sieck, Dominic Walter; Maurice Wildöer 4, Marvin Storz 2, Stefan Maier, Manuel Wangler 3, Lennart Sieck 6, Claudio Gattinger 1, Timo Ströhle 7/2, Fabian Maier 7, Philipp Klotz, Steffen Maier, Patrick Euchner, Florian Wöhrle 1

Schiedsrichter:
Martin Jehle (SG Schenkenzell/Schiltach)
Manuel Kirchner (SG Schenkenzell/Schiltach)

Zuschauer:
150

Bild:
raykun