SG Muggensturm/Kuppenheim – Phönix Sinzheim: 23:24 (13:9)

23:24 –SGMK in Weihnachtslaune

Die SG Muggensturm/Kuppenheim verpasste im Spiel zum Weihnachtsmarkt in Muggensturm wieder einen Sieg. Sie unterlag Phönix Sinzheim mit 23:24 (13:9) und rutscht mit nunmehr 14:8 Punkte auf dem fünften Rang der Südbadenliga. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen“, bilanzierte SG Trainer Niki Wagner. „Insgesamt fühlt es sich alles andere als gut an.“ Sein Kollege Kalman Fenyö hatte definitiv die bessere Laune. „Ich bin stolz auf mein Team, es hat sehr hart gearbeitet“, meinte der Ungar. „Als wir zehn Minuten vor Schluss mit zwei Treffern führten, hatten wir offensichtlich Angst vor dem Sieg – aber vor der Partie konnten wir nicht von einem Punktgewinn ausgehen.“

Ca. 100 Zuschauer – die Kuppenheimer Sporthalle war bis nur schwach gefüllt. Die Fans sahen, wie Marvin Charles, Johannes Milbich und Benny Hofmann die Startaufstellung bildeten. Letzterer, das SG Urgestein, brach gleich zweimal durch und befeuerte die Stimmung (3:1, 5. Min). Dennoch war allen klar, dass schwierige 60 Minuten vor der angeschlagenen SG liegen würden. Ein Zeitspiel drohte: Aktivposten Marvin Charles machte trotzdem das 8:2 mit einem sehenswerten Unterhandwurf. Eine erste Auszeit der Gäste folgte. Der jetzt aufgeweckte Alexander Bossert hatte Anweisung bekommen, aus dem Rückraum zu werfen und verkürzte zweimal zum 8:4, bei der SG versandeten die nächsten Angriffe allerdings. Dann war gegen das satte Geschoss von Marvin Charles kein Kraut gewachsen.

Die SG war sicher vorne. Beim 11:5 durch Jan Unser schallten stürmische Anfeuerungsrufe durch die Halle: „SG MuKu! SG MuKu!“ Auch Jan Strehlau verkürzte mit einem phänomenalen Unterhandwurf, doch die Hausherren gerieten trotz kleinem Tief nicht in Gefahr. Beim 13:9 wurden die Seiten gewechselt. Das Personal veränderte sich. Robin Welzer agierte nun in der Offensivzentrale. Fabian Grieb entlastete den angeschlagenen Milbich in der Deckung, Andre Treiber kam in den Kasten, blieb aber glücklos. „Sinzheim spielte im Angriff lange und geduldig, die am Ende folgenden Rückraumwürfe fanden immer den Weg in unser Tor“, beobachtete Benny Hofmann. „Am Ende fehlte dann oft die Aggressivität, um auch den letzten und entscheidenden Wurf zu verhindern – das war mental sehr schwierig zu verarbeiten.“

Jascha Lehnkering war nun im Mittelblock gefordert. Und auch Samuel Huber sollte die Abwehr stabilisieren, aber in der 44. Min nach einem 3:0 Lauf der Gäste holte er sich noch eine 2-Minuten Strafe. Erneut Dominik Brath und Eike Rumpf von außen, sorgten für den ersten 2 Tore Vorsprung der Sinzheimer. Jan Unser und Fabian Grieb glichen zwar nach der Unterzahl aus, dennoch war das Selbstvertrauen vor dem Tor weg.

Der Faden war für die Mittelbadener nicht zu finden. Einzelaktionen führten zwar wieder zum Ausgleich (20:20 in der 52. Min), vor allem Marvin Charles tat sich hier mit 3 Toren hervor. So war Heim 1 Tor voran. Phönix agierte weiterhin aus dem Rückraum gefährlich und glich aus, die SG bekam es nicht in Griff. Nach dem 23:23 durch Valliere Kirschner kam die letzten anderthalb Minuten. Nach geduldigem Spiel bei 59:08 nahm Niki Wagner die Auszeit, um das letzte Tor anzusagen.

Nach der einminütigen Unterbrechung sollte sich Marvin Charles durchsetzen, stattdessen der Pfiff zum Stürmerfoul. Zu allem Überfluss rollte Marvin Charles den Ball weg und erhielt noch eine 2 min Strafe. Ärgerlich! Im Gegenzug ein Team-Timeout der Gäste, knapp zwölf Sekunden blieben Phönix noch. Sie versuchte es erneut mit einem Rückrauwurf von Alexander Bossert, der – zwar unplatziert – trotzdem ins Abwehreck einschlug. „Alle hatten die Anweisung, zu blocken“, erklärte Benny Hofmann. „Der Wurf darf nicht reingehen. Jetzt sollten wir schnellstmöglich zu alter Stärke zurückfinden!“

SGMK:
Samuel Josenhans, Mathias Herbst 2, Jan Unser 3, Ricardo Hörth 1, Jascha Lehnkering, Fabian Grieb 2, Dominik Zaum, Benjamin Hofmann 3/2, Robin Welzer 1, Samuel Huber, Marvin Charles 7, André Treiber, Johannes Milbich 4

Phönix Sinzheim:
Tim Eisele, Fabien Winogrodzki, Benjamin Huck, Valliere Kirschner 7, Noah Reck 3/2, Eike Rumpf 1, Alexander Bossert 7, Fabian Ernst, Aaron Huck, Jan Strehlau 4, Niclas Mild, Dominik Brath 2, Peter Fodor

Schiedsrichter:
Achim Dumkow (Eintracht Freiburg
Roland Brodbeck (Eintracht Freiburg)

Zuschauer:
100

Bild:
Handballserver/raykun