TV Knielingen – SG Muggensturm/Kuppenheim 42:29 (18:14)

Pechsträhne für MuKu geht weiter

Nach dem Aufwärtstrend Rückschlag gegen Karlsruher Vorstädter

 

Die unermüdlichen Fans und Trommler sahen sich vor dem Spiel wieder mit unerwarteten Ausfällen konfrontiert. So fehlte auf der Bank Kim Kursch mit einer ausgewachsenen Erkältung, stattdessen saß dort neben Co-Trainer Lucas Fick Marvin Charles wegen einer Knieverletzung. Auch Marius Spiegel hatte mit einem Kreuzbandriss den Weg in die Halle gefunden. Lukas Henschel weilte im Osten, so dass auch der Mittelblock in der Abwehr geschwächt war. Ersatz dafür war der wiederholt aushelfende Roman Lehman aus der Zweiten Mannschaft.

Manager Ricardo Hörth war nach dem Spiel sehr objektiv: „Die ersten 10 Minuten waren wir nicht da, und nochmal 10 Minuten in der zweiten Halbzeit, das darf man sich nicht erlauben, wenn man was ziehen will. Die Rückschläge halten uns allerdings nicht davon ab, unsere Linie weiterhin zu verfolgen, wir werden die Entwicklung eines neuen Teams mit jungen Spielern fortsetzen.“

Und so stand es trotz solide haltendem Marcel Kiyici (8 Paraden in der ersten Halbzeit) nach Sieben Minuten schon 7:1 für Knielingen, dass mit den schmalen Reither-Brüdern und Lukas Metzger das Spiel in Angriff und Abwehr beherrschten und die zahlreichen Fehler im Positionsangriff der SGMK gnadenlos bestraften. Die folgende MuKu-Auszeit zeigte erst in der 11. Minute Wirkung, als der erste Positionsangriff mit einem Unser Sieben-Meter erfolgreich abgeschlossen wurde. Angeführt vom bissigen Sebastian Walde kam jetzt Emotion ins Spiel der Rotweißschwarzen, Alle folgten und Simon Mack auf der Eins in der Abwehr unterband mehr und mehr die Wechsel von Heim. Vor allem aber die Gegenstöße von Frederik Bohm und die Abwehrschwäche auf der Linken-Seite stand der Aufholjagd im Wege. Nach zwanzig Minuten war der Unterschied auf 10 Tore angewachsen.

Nach Auswechslungen der Knielinger drehte jetzt Leon Gruttke und Julius Hirth mehr und mehr auf, auf der Mitte war Nico Funk am Wirken. Die Emotion war zurück bei MuKu, ein 7:1 Lauf bis zur Halbzeitpause drehte komplett die Stimmung in der Halle. Lars Crocoll mit drei überlegenen Toren hatte dieses Feeling über den Pausentee retten können, es stand 20:17 und das Match schien offen. Doch im Folgeangriff der Knielinger zog sich Jan Unser eine rote Karte zu, als er Sebastian Walde bei einem Reither-Durchbruch aushalf. Simon Mack durch Gegenstoß hielt noch dagegen, allerdings wirkte nun der Gast, als ob man den Stecker gezogen hätte. Schon in der 40. Minute grüßte ein Sieben-Tore Unterschied von der Hallenuhr. Die technischen Fehler nahmen erschreckend zu, auch die Abschlüsse waren zu ungenau, die Messe war gesungen. Nach Verletzungs-Ausfall von Julius Hirth durfte Leon Gruttke auf der Halb-Linken Position debütieren, und er machte seinen Job sehr gut. Der Positionsangriff erzeugte trotzdem zu viele Ballverluste, die logische Folge war die Niederlage mit 13 Toren Unterschied.

 

 SG Muggensturm/Kuppenheim: Leon Gruttke (8), Julius Hirth (7), Lars Crocoll (3), Jan Unser (3), Simon Mack (2), Duncan Weiss (2), James Blüthner (1), Nico Funk (1), Marco Hofacker (1), Sebastian Walde (1), Marcel Kiyici, Roman Lehmann, Thorsten Renk Offizielle: Julian Bissinger, Marvin Charles, Michelle Pumpat, Lucas Fick