TS Durlach II – SG Muggensturm/Kuppenheim II 31:32 (15:13)
Muggensturm/Kuppenheim II fährt in Durlach dritten Sieg in Folge ein.
Die zweite Mannschaft der SG Muggensturm/Kuppenheim gewinnt bei der TS Durlach II nach umkämpftem Spiel mit 31:32. Erfolgreichster Torschütze unserer Mannschaft war Lars Föhr mit 9/5 Toren.
Nach zuletzt zwei erfolgreichen Spielen, sollte am Samstag Abend der dritte Sieg folgen. Wir waren zu Gast in Durlach. Harzverbot, 20:00 Uhr Anpfiff. Nicht die besten Voraussetzungen. Dazu nur 3 Rückraumspieler, einer davon erkältet. Dieser Umstand ließ Trainer Lars Föhr seine Schuhe wieder schnüren, um im Rückraum für Entlastung zu sorgen. Und so gingen wir trotz widriger Umstände mit voller Zuversicht ans Werk.
Eigentlich starteten wir nicht schlecht. Zwar stand die Abwehr nicht so stabil wie die letzten Wochen, doch vorne konnten wir uns im Gegenzug immer wieder klare Chancen erarbeiten. Doch wir hatten nur ein Problem: Den gegnerischen Tormann. Ob starke Parade oder einfach mit aller Gewalt abgeworfen, wir fanden kaum einen Weg an ihm vorbei. Folgerichtig lagen wir nach 12 Minuten bereits mit 3 Toren in Rückstand (6:3). Trainer Lars Föhr sah sich zur ersten Auszeit und zur eigenen Einwechslung gezwungen. Im Anschluss lief der Ball besser und wir konnten endlich unsere Tore werfen. Doch damit einhergehend ließ unsere Abwehr nochmals nach. Beim Stand von 12:7 (24. Minute) war die Heimmannschaft erstmals mit 5 Toren in Front. Doch wir ließen uns nicht beirren und konnten den Rückstand bis zur Halbzeitpause immerhin auf 2 Tore verkürzen (15:13).
In der Kabine war die Stimmung dennoch recht entspannt. Wir wussten, dass wir eigentlich nicht die schlechtere Mannschaft waren. Was uns immens zurückwarf war die insgesamt schlechte Wurfquote, sowie die ungewohnt löchrige Abwehr. Dies wollten und mussten wir in Halbzeit 2 besser machen, wenn wir nochmal eine Chance haben wollten. Und so ging es mit voller Motivation in den zweiten Abschnitt.
In der zweiten Halbzeit sollte ein offener Schlagabtausch folgen. Wir fanden vorne immer wieder Lösungen und konnten Tor um Tor erzielen. Was wir in diesem Spiel jedoch nie in den Griff bekommen sollten, war die eigene Abwehr. In Minute 40 waren wir wieder auf ein Tor ran (21:20). Die generische Abwehr sah sich zu einer Manndeckung gezwungen. Diese quittierten wir sofort mit einem 7gegen6, was auch bis Ende des Spiels unsere Angriffsformation sein sollte. Durch die dauerhafte Überzahl konnten wir uns große Lücken erarbeiten und diese auch konsequent nutzen. Beim Stand von 24:25 (47. Minute) waren wir erstmals in Front. Die Führung sollte fortan hin und her wechseln, sodass die Zuschauer eine echte Crunchtime erleben sollten. In sprichwörtlich letzter Sekunde, beim Stand von 31:31, fängt Kreisläufer Timmy G. einen schwierigen Pass, wird beim Abschluss gefoult und holt den 7m raus. Diesen konnten wir nach Abpfiff des Spiels verwandeln und konnten uns über einen 31:32 Auswärtserfolg freuen.
Fazit: Man merkt der Mannschaft an solchen Tagen einfach den Substanzverlust an. Mit nur 3,5 Rückraumspielern 60 Minuten vorne wie hinten durchzuarbeiten ist auf Dauer schwer. Dennoch haben wir uns mannschaftlich durchgebissen und bis zur letzten Sekunde den Kampf angenommen. Dass wir auch solche schwierigen Auswärtsspiele gewinnen können, macht Mut für die kommenden Aufgaben. Plus die Erkenntnis, dass unser 7gegen6 eine Alternative sein kann.
SGMK II:
Marcus Orth im Tor, Lars Föhr (9/5), Philip Stüdle (6), Lukas Haas (5), Robin Ziegler (4), Tim Gruttke, Daniel Jung, Tim Rössler, Gero Maier (alle 2), Jannes Damm, Ali Faraz, Max Lierheimer